Häufig gestelle Fragen (FAQ)

Die wichtigsten rechtlichen Grundlagen in der Schweiz sind die Bundesverfassung (Art. 8 BV) und das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz, GlG). Diese Gesetze sorgen dafür, dass Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, der Herkunft oder der sexuellen Orientierung verboten sind und Unternehmen verpflichtet sind, die Chancengleichheit zu fördern.

Unternehmen, die die Gleichstellung nicht aktiv fördern, laufen Gefahr, gesetzliche Bestimmungen zu verletzen, was rechtliche Konsequenzen, Bussen oder Schadenersatzforderungen nach sich ziehen kann. Darüber hinaus kann es zu einem Reputationsschaden, zur Demotivation von Mitarbeitenden oder zum Verlust von talentierten Fachkräften kommen. Ungleichheiten im Unternehmen können auch zu einer Verschlechterung des Arbeitsklimas führen, was sich negativ auf das Betriebsklima und die Produktivität auswirkt.

Das Gleichstellungsgesetz (GlG) verpflichtet uns als Arbeitgebende, die Gleichstellung von Frau und Mann zu fördern und Massnahmen zur Verhinderung von Diskriminierungen zu treffen. Unsere Fürsorgepflicht beinhaltet die Verantwortung, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Diskriminierung und Belästigung ist, und die berufliche Entwicklung und Chancengleichheit aller Mitarbeitenden zu fördern.

Diskriminierung am Arbeitsplatz stellt ein erhebliches Risiko für Compliance-Verstöße dar, da Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind, eine diskriminierungsfreie Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Wenn Diskriminierung auftritt, kann dies zu rechtlichen Konsequenzen führen, wie etwa Klagen von betroffenen Mitarbeitenden oder sogar Bußgelder und Schadenersatzforderungen. Darüber hinaus kann die Diskriminierung das Vertrauen und die Moral der Mitarbeitenden untergraben, was zu einer sinkenden Produktivität und einer schlechten Unternehmenskultur führen kann. Unternehmen können auch ihren Ruf schädigen und potenzielle Talente abschrecken, wenn sie nicht nachweisen können, dass sie Chancengleichheit fördern und Diskriminierung aktiv verhindern. Ein verstärkter Fokus auf Compliance im Bereich Gleichstellung und Antidiskriminierung ist daher unerlässlich, um rechtliche, finanzielle und reputationsbedingte Risiken zu minimieren.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz umfasst unerwünschte sexuell bestimmte Handlungen, Bemerkungen oder Verhaltensweisen, die ein respektloses oder feindseliges Arbeitsklima schaffen. Wir müssen sicherstellen, dass solche Vorfälle konsequent verfolgt und geahndet werden. Es sollte eine klare Anti-Belästigungsrichtlinie geben, die allen Mitarbeitenden zugänglich ist, und wir sollten Schulungen zur Sensibilisierung sowie eine vertrauliche Beschwerde- und Unterstützungsstruktur anbieten.

Wir sind verpflichtet, Barrieren zu erkennen und abzubauen, um die Integration von Menschen mit Behinderung zu fördern. Dazu gehören sowohl bauliche Anpassungen als auch Anpassungen am Arbeitsplatz. Darüber hinaus müssen wir sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigten Zugang zu Aus- und Weiterbildung sowie Aufstiegschancen haben.

Mobbing am Arbeitsplatz ist ein wiederholtes, absichtliches belästigendes oder herabwürdigendes Verhalten gegenüber einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin, das zu einer feindseligen Arbeitsumgebung führt. Im Gegensatz zu gelegentlichen Konflikten ist Mobbing eine systematische Schikane, die die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden beeinträchtigen kann. Wir Unternehmen sollten uns und unsere Mitarbeitenden schützen, indem wir klare Richtlinien gegen Mobbing aufstellen, ein Verfahren zur Meldung von Mobbingvorfällen einführen und präventive Schulungen anbieten, um Mobbing vorzubeugen und zu bekämpfen.

Wir können Massnahmen zur Vorbeugung ergreifen, zum Beispiel die Einführung einer klaren Antidiskriminierungspolitik, regelmässige Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden und transparente Rekrutierungs-, Beförderungs- und Lohnverfahren. Auch anonymisierte Bewerbungsverfahren können helfen, Diskriminierung zu vermeiden.

Wir können flexible Arbeitszeiten, Telearbeit und Gleitzeit anbieten, um die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu erleichtern. Darüber hinaus können wir Massnahmen zur Unterstützung von Mitarbeitenden mit Pflegeverantwortung ergreifen und eine Arbeitskultur schaffen, die Vielfalt fördert und allen Mitarbeitenden gleiche Chancen bietet.

Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden sind gesetzlich verpflichtet, regelmässig eine Lohngleichheitsanalyse durchzuführen, um geschlechtsspezifische Lohnunterschiede zu identifizieren. Unternehmen können auch freiwillig eine interne Überprüfung der Lohnstrukturen durchführen und gegebenenfalls Massnahmen ergreifen, um bestehende Ungleichheiten zu beheben.

Gleichstellung am Arbeitsplatz bedeutet, dass alle Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Behinderung oder anderen persönlichen Merkmalen die gleichen Chancen und Rechte haben. Als Unternehmen können wir die Gleichstellung fördern, indem wir gleichen Lohn für gleiche Arbeit und gleichen Zugang zu Karrieremöglichkeiten bieten.

Gleichberechtigung bezieht sich auf die rechtliche Anerkennung gleicher Rechte und Pflichten für alle Menschen. Gleichstellung geht darüber hinaus und stellt sicher, dass alle Mitarbeitenden in der Praxis die gleichen Chancen haben. Dazu gehören gleiche Bezahlung, Karrieremöglichkeiten und Zugang zu Ressourcen.